Gott Große Fragen der Bibel

Ist Jesus wirklich Gott?

Ist Jesus wirklich Gott? Eine tiefgehende biblische Untersuchung über die Gottheit Christi, seine Ewigkeit, die Schöpfung, seine Vollmacht zur Sündenvergebung, die Anbetung und die Dreieinigkeit.

Ist Jesus wirklich Gott?

Ist Jesus wirklich Gott?

Johannes 1:1

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.

Eine Frage, von der alles abhängt

Wer ist Jesus Christus?

Ein großer Lehrer?

Ein Prophet?

Der Messias?

Der Sohn Gottes?

Der größte Mensch, der je gelebt hat?

Oder Gott selbst, der in menschlicher Gestalt gekommen ist?

Das ist keine bloße Frage der Begrifflichkeit.

Von der Antwort hängt unser Verständnis des Kreuzes, der Erlösung, der Anbetung, des Gebets, der Vergebung der Sünden und des eigentlichen Wesens des Evangeliums ab.

Wenn Jesus nur ein Mensch ist, dann sagt der christliche Glaube über ihn weit mehr, als die Schrift erlaubt.

Wenn Jesus aber wirklich Gott ist, dann war sein Kommen in die Welt nicht einfach das Kommen eines großen Propheten.

Es war Gott selbst, der zum Menschen kam.

Deshalb sollten wir nicht zuerst fragen:

Was hat die Kirche später über Jesus entschieden?

Sondern:

Was sagt die Heilige Schrift selbst über ihn?


1. Jesus existierte vor seiner Geburt

Wir müssen mit einer der wichtigsten Aussagen des Neuen Testaments beginnen.

Jesus begann nicht erst bei seiner Geburt in Bethlehem zu existieren.

Johannes beginnt sein Evangelium nicht mit Bethlehem.

Er beginnt mit der Ewigkeit:

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
Johannes 1:1

Und weiter:

Dasselbe war im Anfang bei Gott.
Johannes 1:2

Damit wird bereits die Vorstellung ausgeschlossen, Jesus sei lediglich ein Mensch gewesen, der zu einem bestimmten Zeitpunkt der Geschichte zu existieren begann.

Aber Johannes geht noch weiter.

Er spricht über die Beteiligung des Wortes an der Schöpfung:

Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
Johannes 1:3

Alles, was geschaffen wurde, entstand durch ihn.

Das Wort gehört deshalb nicht zur Kategorie der geschaffenen Dinge.

Wenn alles, was geschaffen wurde, durch ihn geschaffen wurde, kann er selbst nicht einfach Teil derselben geschaffenen Ordnung sein.

Johannes spricht von dem, durch den alles geschaffen wurde.

Und dann nennt er ihn:

Gott.


2. „Gott war das Wort“

Johannes 1,1 ist einer der wichtigsten Verse des gesamten Neuen Testaments.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.

Hier stehen zwei Wahrheiten gleichzeitig nebeneinander.

Das Wort war bei Gott.

Und:

Gott war das Wort.

Johannes sagt nicht, dass das Wort einfach der Vater unter einem anderen Namen ist.

Er unterscheidet das Wort von Gott, bei dem das Wort war.

Gleichzeitig erklärt er ausdrücklich die göttliche Natur des Wortes.

Das bedeutet nicht, dass Jesus „fast Gott“ wäre.

Nicht ein göttliches Wesen niedrigerer Ordnung.

Und auch nicht lediglich ein Vertreter Gottes.

Johannes sagt:

Gott war das Wort.


3. Das Wort wurde Fleisch

Nun macht Johannes den nächsten außergewöhnlichen Schritt.

Derjenige, den er am Anfang als das ewige Wort beschrieben hat, tritt in die menschliche Geschichte ein.

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
Johannes 1:14

Hier liegt das Herz der christlichen Lehre von der Menschwerdung.

Nicht ein Mensch wurde zu Gott.

Gott nahm menschliche Natur an.

Das ewige Wort wurde Fleisch.

Jesus Christus ist deshalb nicht lediglich ein Mensch, durch den Gott gesprochen hat.

In Christus kam Gott selbst zur Menschheit.


4. Jesus nannte Gott seinen Vater – aber das bedeutet nicht, dass er nur ein Mensch war

Ein Einwand lautet:

„Wenn Jesus Gott ist, warum betete er dann zum Vater?“

Hier müssen wir zwei Dinge unterscheiden:

Wer Christus seinem Wesen nach ist

und

welche Natur er in der Menschwerdung angenommen hat.

Jesus war wahrer Mensch.

Er wurde geboren.

Er wurde müde.

Er hatte Hunger.

Er schlief.

Er weinte.

Er betete.

Er litt.

Er starb.

Aber die menschliche Natur Christi bedeutet nicht, dass er aufgehört hätte, Gott zu sein.

Johannes sagt beides:

Und das Wort ward Fleisch.
Johannes 1:14

Derselbe Christus ist wahrer Mensch und zugleich das ewige Wort Gottes.

Deshalb widerspricht Jesu Gebet zum Vater nicht seiner Gottheit.

Es zeigt die Wirklichkeit seiner Menschwerdung und seine Beziehung zum Vater.


5. Jesus selbst sprach von seiner Existenz vor Abraham

Einmal sagte Jesus zu den Juden:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham ward, bin ich.
Johannes 8:58

Abraham lebte lange vor Jesu Geburt.

Jesus sagte also nicht einfach:

„Ich habe vor Abraham existiert.“

Seine Worte gehen weiter.

Die Reaktion seiner Zuhörer zeigt, wie ernst sie seine Aussage verstanden:

Da hoben sie Steine auf, dass sie auf ihn würfen.
Johannes 8:59

Warum?

Weil es nicht einfach um die Frage ging, wie lange Jesus schon existierte.

Es ging um seine Identität und um das, was er über sich selbst beanspruchte.

Die Frage nach der Gottheit Christi wurde also nicht Jahrhunderte später erfunden.

Sie stand bereits während seines irdischen Wirkens im Raum.


6. Jesus sprach von sich selbst in Einheit mit dem Vater

An einer anderen Stelle sagte Jesus:

Ich und der Vater sind eins.
Johannes 10:30

Die Juden hoben erneut Steine auf.

Jesus fragte sie:

„Für ein gutes Werk will ich dich nicht steinigen.“

Sie antworteten:

„Um eines guten Werkes willen steinigen wir dich nicht, sondern um der Gotteslästerung willen und weil du ein Mensch bist und machst dich selbst zu Gott.“
Johannes 10:32–33

Diese Stelle ist nicht deshalb wichtig, weil die Gegner Jesu ihn immer richtig verstanden hätten.

Sie ist wichtig, weil sie zeigt, wie radikal seine Aussage verstanden wurde.

Die Frage nach der Gottheit Christi entstand nicht erst durch spätere Theologie.

Sie war bereits während seines irdischen Wirkens vorhanden.


7. Jesus nahm an, was Gott gehört

Die Schrift lehrt, dass Anbetung Gott gehört.

Doch nach der Auferstehung beten die Jünger Jesus an.

Als Thomas dem auferstandenen Christus begegnete, sagte er:

Mein Herr und mein Gott!
Johannes 20:28

Jesus sagte nicht:

„Nenne mich nicht Gott.“

Stattdessen antwortete er:

„Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“
Johannes 20:29

Das ist für das Zeugnis des Evangeliums von großer Bedeutung.

Ein Jünger spricht den auferstandenen Jesus an als:

„Mein Gott.“

Und Jesus korrigiert ihn nicht.


8. Jesus hat Vollmacht, Sünden zu vergeben

Es gibt noch einen weiteren entscheidenden Punkt.

Ein Mensch kann einem anderen Menschen vergeben, was dieser gegen ihn getan hat.

Doch in den Evangelien tut Jesus etwas Weitergehendes.

Ein Gelähmter wird zu ihm gebracht.

Jesus sagt:

„Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.“
Markus 2:5

Die Schriftgelehrten reagieren:

„Wie kann der das reden? Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben als Gott allein?“
Markus 2:7

Das ist die entscheidende Frage.

Jesus sagt nicht lediglich:

„Gott hat dir vergeben.“

Er selbst spricht die Vergebung aus.

Dann erklärt er:

„Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, Sünden zu vergeben auf Erden“
Markus 2:10

Danach heilt er den Mann.

Die sichtbare Heilung wird zum Zeichen seiner unsichtbaren Vollmacht.


9. Jesus hat Vollmacht über den Sabbat

Jesus sagte:

„Denn der Menschensohn ist ein Herr auch über den Sabbat.“
Matthäus 12:8

Das ist nicht einfach die Behauptung, dass er das Recht habe, das Gesetz besser auszulegen als andere.

Er beansprucht Autorität über den Sabbat — eine von Gott eingesetzte Ordnung.

Seine Autorität ist nicht einfach die eines Rabbis.

Sie hat eine andere Dimension.


10. Paulus nennt Christus den Schöpfer

Das Zeugnis über die Gottheit Christi beschränkt sich nicht auf das Johannesevangelium.

Paulus schreibt über Jesus:

Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung.
Kolosser 1:15

Was meint Paulus damit?

Der nächste Vers erklärt es:

Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.
Kolosser 1:16

Nicht:

„Christus war das erste Geschöpf.“

Im Gegenteil:

Alles ist durch ihn geschaffen.

Paulus fährt fort:

Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm.
Kolosser 1:17

Christus ist nicht Teil der Schöpfung.

Er ist derjenige, durch den die Schöpfung besteht.


11. Christus besitzt die ganze Fülle der Gottheit

Paulus formuliert es noch direkter:

Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig.
Kolosser 2:9

Nicht ein Teil der Gottheit.

Nicht ein bestimmtes Maß der Gottheit.

Nicht lediglich Gottes Gegenwart.

Die ganze Fülle der Gottheit.

Und diese Fülle wohnt leibhaftig in ihm.

Hier geht es nicht mehr um ein Bild, ein Symbol oder eine Metapher.

Paulus spricht über das Wesen Christi.


12. Der Hebräerbrief sagt über den Sohn, was über Gott selbst gesagt werden kann

Der Hebräerbrief beginnt mit einer gewaltigen Beschreibung des Sohnes:

Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von den Sünden und hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe
Hebräer 1:3

Und dann sagt der Vater über den Sohn:

aber von dem Sohn: »Gott, dein Thron währt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Gerechtigkeit ist deines Reiches Zepter.«
Hebräer 1:8

Der Sohn wird genannt:

Gott.


13. Jesus spiegelt Gott nicht nur wider – er offenbart Gott

Paulus nennt Christus:

Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes
Kolosser 1:15

Und Jesus selbst sagte:

„Wer mich sieht, der sieht den Vater!“
Johannes 14:9

Das ist eine außergewöhnliche Aussage.

Nicht:

„Wer mich gesehen hat, hat einen Menschen gesehen, der Gott gut kennt.“

Sondern:

„Wer mich sieht, der sieht den Vater.“

In Christus offenbart Gott sich dem Menschen.


14. Wenn Jesus Gott ist, warum sagt er dann, dass der Vater größer ist als er?

Jesus sagte:

„Denn der Vater ist größer als ich.“
Johannes 14:28

Diesen Vers darf man nicht einfach verschweigen.

Aber er muss im Zusammenhang mit der gesamten neutestamentlichen Lehre über Christus gelesen werden.

Derselbe Jesus sagt:

Ich und der Vater sind eins.
Johannes 10:30

Derselbe Jesus wird angebetet.

Derselbe Jesus wird Gott genannt.

Derselbe Jesus ist der Schöpfer.

Derselbe Jesus besitzt die ganze Fülle der Gottheit.

Deshalb kann Johannes 14:28 nicht dazu benutzt werden, alle anderen Aussagen der Schrift über Christus auszublenden.

In der Menschwerdung nahm der Sohn freiwillig die Stellung eines Knechtes an.

Paulus schreibt:

Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich
Philipper 2:6–7

Christus wurde wahrer Mensch.

Und in diesem Zustand sehen wir seine Demut, seinen Gehorsam gegenüber dem Vater und seine freiwillige Annahme des Leidens.


15. Jesus ist nicht der Vater

Hier erreichen wir eine wichtige Unterscheidung.

Wenn Jesus Gott ist, bedeutet das dann, dass Jesus der Vater ist?

Nein.

Jesus betet zum Vater.

Der Vater sendet den Sohn.

Der Sohn spricht über den Vater.

Der Vater spricht über den Sohn.

Sie sind also nicht dieselbe Person.

Gleichzeitig lehrt das Neue Testament, dass der Sohn die göttliche Natur besitzt.

Hier kommen wir zu einem grundlegenden christlichen Bekenntnis:

Ein Gott — Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Nicht drei Götter.

Und auch nicht eine Person, die lediglich in drei verschiedenen Formen erscheint.

Ein Gott in drei Personen.

Die Kirche formulierte dies später in theologischer Sprache als die Lehre von der Dreieinigkeit, aber die Grundlage dieser Lehre liegt im biblischen Zeugnis selbst.


16. Jesus wird in das einbezogen, was allein Gott gehört

Im Missionsauftrag sagt Jesus:

„Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“
Matthäus 28:19

Beachte die Einzahl:

„auf den Namen“

nicht „auf die Namen“.

Vater.

Sohn.

Heiliger Geist.

Drei Personen — und doch eine göttliche Wirklichkeit.

Dies ist keine vollständige Formulierung des späteren nizänischen Glaubensbekenntnisses.

Aber es ist einer der grundlegenden biblischen Texte, auf denen die trinitarische Theologie aufbaut.


17. Warum ist das für das Kreuz so wichtig?

Kehren wir nun zum vorherigen Svitok zurück.

Wir haben gefragt:

Warum musste Jesus am Kreuz sterben?

Jetzt wird deutlich, warum die Frage nach seiner Gottheit so wichtig ist.

Wenn Jesus nur ein Mensch ist, bleibt das Kreuz der Tod eines gerechten Menschen.

Aber wenn Christus Gott ist, der Mensch geworden ist, dann offenbart das Kreuz etwas viel Tieferes.

Derjenige, der am Kreuz hängt, ist nicht einfach ein Mensch, den Gott gesandt hat.

Er ist der Sohn, der freiwillig menschliche Natur angenommen und sich für Sünder hingegeben hat.

Paulus sagt:

So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist eingesetzt hat zu Bischöfen, zu weiden die Gemeinde Gottes, die er durch sein eigenes Blut erworben hat.
Apostelgeschichte 20:28

Das ist ein außergewöhnlich starkes Zeugnis.

Das am Kreuz vergossene Blut gehört Christus.

Und Paulus spricht davon als von dem Preis, mit dem Gott seine Gemeinde erworben hat.


18. Wenn Jesus nicht Gott ist, wird christliche Anbetung unverständlich

Die Schrift lehrt, dass Anbetung Gott gehört.

Doch der auferstandene Christus wird angebetet.

Die Jünger bekennen:

Mein Herr und mein Gott!
Johannes 20:28

Jesus weist diese Anbetung nicht zurück.

Paulus sagt:

damit in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind
Philipper 2:10

Und weiter:

und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.
Philipper 2,11

Die christliche Anbetung Christi ist nicht die Anbetung lediglich eines großen Menschen.

Sie ergibt nur dann Sinn, wenn Christus tatsächlich der Herr ist.


19. Wenn Jesus Gott ist, können seine Worte nicht einfach als die Worte eines großen Lehrers gehört werden

Seine Worte erhalten dann ein völlig anderes Gewicht.

Er sagt nicht einfach:

„Hier ist der Weg zu Gott.“

Er sagt:

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“
Johannes 14:6

Nicht:

„Ich zeige euch den Weg.“

Sondern:

„Ich bin der Weg.“

Nicht:

„Ich lehre die Wahrheit.“

Sondern:

„Ich bin die Wahrheit.“

Nicht:

„Ich helfe euch, das Leben zu finden.“

Sondern:

„Ich bin das Leben.“

Eine solche Aussage kann nicht auf die gewöhnliche Lehre eines Propheten reduziert werden.


20. Ist Jesus also wirklich Gott?

Wenn wir das Zeugnis der Schrift als Ganzes betrachten, ist die Antwort des Neuen Testaments eindeutig.

Jesus:

  • existierte vor seiner Geburt;

  • existierte von Anfang an;

  • wird Gott genannt;

  • ist der Schöpfer aller Dinge;

  • besitzt die ganze Fülle der Gottheit;

  • hat Vollmacht, Sünden zu vergeben;

  • hat Vollmacht über den Tod;

  • empfängt Anbetung;

  • wird Herr und Gott genannt;

  • ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes;

  • offenbart den Vater;

  • ist von den Toten auferstanden.

Gleichzeitig ist er nicht der Vater.

Er ist der Sohn.

Deshalb führt das biblische Zeugnis weder zu drei Göttern noch zur Leugnung der Gottheit Christi.

Es führt zum Geheimnis der Dreieinigkeit:

Ein Gott.
Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Und im Zentrum dieses Geheimnisses steht Jesus Christus.


Die wichtigste Frage

Letztlich bleibt die Frage:

„Ist Jesus wirklich Gott?“

nicht akademisch.

Denn wenn er Gott ist, kann man ihn nicht einfach neben Propheten, Philosophen oder große religiöse Lehrer stellen.

Dann verlangen seine Worte mehr als eine Bewertung.

Sie verlangen eine Antwort.

Wenn er Gott ist, dann ist das Kreuz nicht einfach der Tod eines Märtyrers.

Wenn er Gott ist, dann ist die Auferstehung nicht einfach die Rückkehr eines großen Lehrers ins Leben.

Wenn er Gott ist, dann ist das Evangelium nicht eine Einladung zu einem geistlichen Weg unter vielen.

Es ist die Botschaft, dass Gott selbst in Christus zum Menschen gekommen ist.

Und deshalb stehen die Worte des Thomas nach der Auferstehung wie eine Krönung des Zeugnisses des Evangeliums:

Mein Herr und mein Gott!
Johannes 20:28

Jesus zeigt uns Gott nicht nur.

Er ist Gott.

Nicht geschaffen.

Nicht zweitrangig.

Nicht lediglich der höchste von Gottes Boten.

Der ewige Sohn, durch den alles geschaffen wurde, der Fleisch wurde, für die Sünden starb, auferstand und jetzt Herr ist.

Und deshalb lautet die nächste Frage bereits anders:

Wenn Jesus wirklich Gott ist — was bedeutet es dann, dass er gesagt hat: „Folge mir nach“?

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