Sucht den Herrn

Sucht den Herrn, solange er zu finden ist; ruft ihn an, solange er nahe ist.

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Sucht den Herrn

Sucht den Herrn

„Sucht den Herrn, solange er zu finden ist; ruft ihn an, solange er nahe ist.“
Jesaja 55:6

Im Leben ist der Mensch ständig auf der Suche nach etwas.

Wir suchen nach Antworten, Frieden, Sicherheit, Liebe und Sinn. Wir machen Pläne, streben danach, mehr zu erreichen, und versuchen, unseren Platz in dieser Welt zu finden. Doch unter all diesen Suchen gibt es eine, die nicht nur für den heutigen Tag, sondern für die ganze Ewigkeit von Bedeutung ist.

Sucht den Herrn.

Dies ist nicht einfach nur ein Aufruf, etwas über Gott zu erfahren. Man kann viel über die Heilige Schrift, die Geschichte des Christentums wissen oder sogar regelmäßig eine Kirche besuchen – und dennoch nicht den Herrn selbst suchen.

Den Herrn zu suchen bedeutet, sein Herz ihm zuzuwenden. Es bedeutet, ihn kennenlernen zu wollen, seine Stimme zu hören, seinen Willen zu verstehen und ihm zu erlauben, unser Leben zu verändern.

Verschiebt es nicht auf später

Der Prophet Jesaja sagt:

„Sucht den Herrn, solange er zu finden ist; ruft ihn an, solange er nahe ist.“

In diesen Worten liegt eine besondere Dringlichkeit.

Der Mensch denkt oft, dass er noch genügend Zeit hat. Dass er eines Tages ganz bestimmt beginnen wird, ernsthaft über Gott nachzudenken. Später. Wenn die Probleme gelöst sind. Wenn mehr Ruhe eingekehrt ist. Wenn das Leben stabiler geworden ist.

Doch dieser Tag wird immer wieder verschoben.

Heute ist der Mensch mit seinen eigenen Angelegenheiten beschäftigt. Morgen werden neue Sorgen kommen. Manchmal gewöhnen wir uns so sehr daran, ohne Gott zu leben, dass wir aufhören, seinen Ruf wahrzunehmen.

Genau deshalb sagt die Heilige Schrift: Sucht ihn jetzt.

Nicht dann, wenn alles klar geworden ist. Nicht dann, wenn alle Zweifel verschwunden sind. Nicht dann, wenn das Leben uns dazu zwingt, Hilfe zu suchen.

Wenn Gott heute euer Herz berührt, dann lasst seine Stimme nicht unbeantwortet.

Der Herr ist nahe

Manchmal scheint Gott dem Menschen fern zu sein.

Besonders dann, wenn das Leben durch Schmerz, Verlust, Enttäuschung oder Ungewissheit geprägt ist. Wir fragen uns vielleicht: „Wo ist Gott? Hört er mich? Sieht er, was ich durchmache?“

Doch die Worte des Propheten erinnern uns daran: „Ruft ihn an, solange er nahe ist.“

Gott ist kein ferner Beobachter, der dem menschlichen Leben gleichgültig gegenübersteht.

Er offenbart sich. Er spricht durch sein Wort. Er berührt das menschliche Herz. Er ruft den Menschen dazu auf, zu ihm zurückzukehren.

Und wenn ein Mensch sich aufrichtig an Gott wendet, spricht er nicht ins Leere.

Er wendet sich an den, der hört.

Was bedeutet es, Gott zu suchen?

Den Herrn zu suchen bedeutet nicht einfach, ihn darum zu bitten, unsere Probleme zu lösen.

Manchmal beginnen wir erst dann zu beten, wenn wir keinen anderen Ausweg mehr sehen. Wir wollen Gottes Hilfe, aber wir wollen nicht immer, dass Gott unser Leben führt.

Doch die wahre Suche nach Gott beginnt mit der Frage:

„Herr, was willst du von mir?“

Ihn zu suchen bedeutet, die Heilige Schrift nicht nur zu öffnen, um Worte der Ermutigung zu finden, sondern um die Wahrheit zu hören.

Ihn zu suchen bedeutet, nicht nur dann zu beten, wenn wir etwas brauchen, sondern auch dann, wenn wir einfach bei ihm sein möchten.

Ihn zu suchen bedeutet, bereit zu sein, sich zu verändern.

Denn eine Begegnung mit dem lebendigen Gott lässt einen Menschen niemals unverändert.

Die Rückkehr zu Gott

Der folgende Vers sagt:

„Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken und kehre um zum Herrn, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.“
Jesaja 55:7

Gott zu suchen bedeutet auch, bereit zu sein, das hinter sich zu lassen, was uns von ihm trennt.

Es kann eine Sünde sein, die wir rechtfertigen.

Es kann Stolz sein, der uns daran hindert, unsere Abhängigkeit von Gott zu erkennen.

Es kann eine Lebensweise sein, an die wir uns so sehr gewöhnt haben, dass wir nichts mehr verändern wollen.

Doch Gottes Ruf ist nicht nur ein Aufruf, das Alte hinter sich zu lassen.

Er ist eine Einladung, nach Hause zurückzukehren.

Der Herr sagt nicht: „Kehre zurück, damit ich dich ablehne.“

Er sagt: „Kehre zurück – und ich werde mich deiner erbarmen.“

Darin liegt die wunderbare Gnade Gottes.

Sucht ihn heute

Vielleicht hört ihr Gottes Stimme schon seit langer Zeit.

Vielleicht habt ihr oft darüber nachgedacht, dass ihr euren Glauben ernster nehmen solltet.

Vielleicht habt ihr euch von Gott entfernt und wisst nicht, wie ihr zurückkehren könnt.

Oder vielleicht beginnt eure Suche gerade erst.

Dann sind auch diese Worte für euch geschrieben:

„Sucht den Herrn, solange er zu finden ist; ruft ihn an, solange er nahe ist.“

Ihr müsst nicht zuerst vollkommen werden, um zu Gott zu kommen.

Ihr müsst nicht zuerst euer ganzes Leben in Ordnung bringen.

Ihr müsst nur den ersten Schritt machen – euch ihm zuwenden.

Sucht den Herrn.

Öffnet sein Wort.

Sprecht im Gebet mit ihm.

Bringt eure Fragen, Ängste, Zweifel und Hoffnungen vor ihn.

Und verschiebt diese Suche nicht auf irgendwann.

Denn vielleicht lautet die wichtigste Frage heute nicht: „Was möchte ich in diesem Leben noch finden?“

Sondern: „Suche ich denjenigen, der mir dieses Leben gegeben hat?“

„Sucht den Herrn, solange er zu finden ist; ruft ihn an, solange er nahe ist.“

Jesaja 55:6